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Gotthard Info

Wer hier zum ersten mal anreist und mit den Farbcodes der Schweizer Straßenschilder nicht vertraut ist, dem kann es hier leicht passieren, dass er sich auf einer kleinen holprigen Kopfsteinpflaster-Straßen wiederfindet. Es schlängeln sich nämlich „parallel“ die uralte, die alt und die neue Straße über die hochalpine Landschaft den Gotthard, vorbei an Felsrücken und Blöcken. Dazwischen stehen Gebäude, Bunker, Abschussrampen und Übungsplätze des Schweizer Militärs und über allem thronen schneebedeckte Gipfel und die gewaltige Staumauer des Lago die Lucedro.

Wer vom Norden her anreist und meint mit der Anfahr nach Andermatt eine spektakuläre Straße befahren zu haben, der sollte unbedingt bis an das Südende des Passes fahren, von wo eine enorme Straße in wenigen Serpentinen ins stark übersteilte Tal hinunterzieht. Wer sich die Mühe macht und dieser Straße ein Stück talabwärts zu den ersten Aussichtsplattformen folgt, wird mit einem gewaltigen Blick hinein in das Leventina Tal und die Gipfel ringsum belohnt.

Am südlichsten Rand des Passes steht das Ospizio, Herberge, Restaurant und Sehenswürdigkeit in einem. Angeschlossen ist auch ein Museum. Rund um die Seen beim Ospizio wurden 2001 auch die ersten Boulder erschlossen, bevor in nördlicher Richtung sukzessive neue Sektoren eröffnet wurden. Manche direkt neben der Hauptstraße, andere liegen mehr im Abseits. Aber dank der vielen Straßen sind alle Sektor mehr oder weniger gut mit dem Auto erreichbar. Innerhalb der einzelnen Sektoren liegen die Blöcke allerdings recht verstreut, sodass man bis zum nächsten Block durchaus auch mal 200m laufen muss und zwischen durch auch mal leicht die Orientierung verlieren kann. Man sollte also mit etwas Geh- und Zustiegszeit rechnen.

Es gibt hier unzählige, nur zu einem kleinen Teil erschlossene Felsrücken, die ein nicht enden wollendes Potenzial an Plattenbouldern eröffnen, wobei man nicht immer nachvollziehen kann, warum der eine schon und der anderer nicht geklettert wird. Besonders begehrt sind die einzelnen Blöcke, die auf Grund ihrer freistehenden Lage im Gelände, Garant für spektakuläre Fotos sind. Der Granit bietet vielfach eine technische Kletterei und ist recht rau. Ein Abrutschen sollte man vermeiden und an schwülen Tagen sollte hier nur klettern, wer viel Haut auf den Fingern hat. Besonders beliebt ist der Gotthard Pass bei Boulderern aus dem Tessin und aus NordItalien, wenn in den Sommermonaten, die Boulderaktivität im Tal ruht, und hier oben auf 2000m ideale Bedingungen herrschen.

Da das Gelände vom Militär genutzt wird kann es unter der Woche zu Gebietssperrungen kommen. Unter der Tel.+41 (0)91 869 29 17 kann man sich darüber Informieren. Auf keinen Fall gefunden Munition und der Gleichen berühren!

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