Bouldern in Korsika

calvi_zitadelleDiesen September ging die Reise nach Korsika, der Insel der hohen Berge und der wunderschönen Meeresbuchten. Eigentlich wollten wir einfach nur entspannen und faul rumliegen, haben wir aber dann doch nicht geschafft, schon gar nicht, weil der Boulderführer „Corsica bloc“ und ein neues Crashpad der Bergfreunde zum Testen mit im Gepäck waren. Also haben wir uns aufgemacht und zwischen Sonnen und Schnorcheln ein paar Bouderspots angetestet. Für alle Interessierten gibt’s nun hier einige Infos zum Bouldern auf Korsika...

 


 

   Bouldern allgemein

   Lumio

   Calvi 

   Valdu di Saltu

   Topos & Infos

   Anreise

   Unterkunft & Verpflegung

 

Bouldern allgemein

korsikaDass es auf Korsika genügend Potential zum Bouldern gibt, ist jedem klar, der schon mal auf der Insel war. Die Granitblöcke liegen hier ähnlich wie auch auf der benachbarten Insel Sardinien zuhauf herum - im Landesinnern wie auch direkt am Meer. Besonders das Landesinnere und der Nordwesten scheinen praktisch nur aus Granit zu bestehen und schon lange haben sich korsische Boulderer ans Erschließen gemacht. Auch die „Urlaubsboulderer“ haben die kleineren Spots in der Küstenregion um Calvi oder auch die imposanten Graniteier an der Punta di Capineru schon längst für sich entdeckt und schätzen die Möglichkeit, Bouldern und Schwimmen miteinander zu verbinden. Durch die Veröffentlichung von „Corsica bloc“ sind jetzt endlich auch die Gebiete im Hinterland für den Nicht-Korsen zugänglich.

Eigentlich ist es verwunderlich, dass es auf Korsika nicht mehr Bouldergebiete gibt. Wahrscheinlich liegt das daran, dass außerhalb der ohnehin schon engen Hauptwege einfach die Infrastruktur fehlt, d.h. viele der felsbedeckten Hügel sind nur mit dem Gelädewagen bzw. gar nicht zu erreichen, die Macchia ist oft undurchdringbar und hält die Blöcke auch gut versteckt. So ist es der Arbeit engagierter Lokals zu verdanken, dass lohnende Spots wie „Valdu di Saltu“ überhaupt erst gefunden werden. Wir sind jedenfalls überzeugt, dass es noch viel mehr tolle Plätze gibt, von den unzähligen Blöcken in den Bachbetten mal ganz abgesehen. Wer also seinem Entdeckertrieb freien Lauf lassen will, kann sich hier zur Genüge austoben. Beste Jahreszeiten dafür sind sicher Spätherbst und Frühling, denn selbst bei unserem Besuch Mitte September war es um die Mittagszeit bis weit in den Nachmittag schlichtweg einfach zu warm zum Bouldern.

pianaZum Bouldermekka wird Korsika vorerst wohl nicht avancieren, dazu ist der Fels (mit Ausnahme Restonica) überwiegend zu rau und es fehlen zumindest derzeit noch die richtigen Klassiker in den höheren Schwierigkeitsgraden. Auf der ganzen Insel gibt es laut Führer gerade mal eine Hand voll 8a's und die meisten davon sind irgendwo im Wald versteckt. 95% der beschriebenen Linien bewegen sich, soweit bewertet, im Bereich 4 – 7a+ . Wer aber einen Badeurlaub machen und dabei nicht aufs Bouldern verzichten will, der findet hier je nach Belieben jede erdenkliche Art der Kletterei in oft wunderschönem Ambiente. Zudem sind die Fahrtzeiten zwischen den Gebieten und von der Küste her meist nicht länger als ein bis zwei Stunden. Und wer die Augen offen hält wird auch noch genügend Blöcke finden, die nicht im Führer verzeichnet sind.

Leider konnten wir nur die Gebiete von Calvi bis Propriano testen. In den Süden zur Punta di Capineru und an den Strand von Palombaggia haben wirs leider nicht mehr geschafft. Hier nun die Infos zu den einzelnen Spots:

 

Lumio

Lumio, das sind acht Blöcke direkt am Felsstrand unterhalb der Ortschaft Lumio, sehr schön gelegen mit Blick auf den Golf von Calvi und das offene Meer. Der Strand ist gut mit dem PKW über eine ebene Schotterstraße zu erreichen. Vom Parkplatz am alten Genueser Turm (Achtung: Camper dürfen nicht in den Parkplatz) zu den Blöcken sind es dann nur mehr gute 300 m zu Fuß der Küste entlang. Wer Bouldern mit Sonne, Strand und Meer verbinden will und Felsstrand mag, der ist hier genau richtig, kurzum, Lumio ist das ideale Gebiet zum Urlaubsbouldern und auch bestens für Familien geeignet.

lumio_1Geklettert wird auf Granit, der durch Wind, Wetter und Meer stark verwittert, deshalb also leider ziemlich rau ist, und viel Haut abverlangt. Dafür bietet sich aber viel Abwechslung durch Leisten, Sloper und Löcher und von der Platte bis hin zu überhängenden Wänden findet man hier, trotz der beschränkten Anzahl der Blöcke eigentlich alles. Lumio hat sehr schöne Linien im Bereich von FB 4 bis 6C. In den oberen Schwierigkeitsgraden wird’s aber leider sehr dünn, da gibt’s lediglich ein 7B+ und ein 7C-Problem – beide aber durchaus lohnend.

Der Strand war bei uns am Tag zwar gut besucht, aber nicht überfüllt, am späteren Nachmittag wurde es dann schnell leer und eine Bouldersession bei Sonnenuntergang in Lumio ist wirklich absolut grandios!

lumio_2Fazit: In Lumio ist absolutes Genussbouldern angesagt. Kleines Manko ist der etwas raue Fels. Und leider, leider reichen die Linien (und auch die Haut) kaum für mehr als einen einzigen Bouldertag.

Info:

-Wer ohne mobilen Untersatz auf Korsika weilt, kann von Calvi bzw. Ile Rousse aus die kleine Eisenbahn nehmen, die an der  Küste entlangfährt und sich in Lumio absetzen lassen.

-Eine Anfahrtsbeschreibung (auf Französisch und unter Caldanu) findet ihr in der Googlemap von ZeBloc . 

Calvi

calvi_uebersichtCalvi ist wohl eine der touristischsten Städte der Insel, aber dennoch hat sie sich ein gewisses Flair bewahrt. Olivier Broussouloux schreibt: “…it`s an ideal destination to climb and enjoy a cool way of life! “. Zumindest dem letzten Teil dieser Aussage können wir bedenkenlos zustimmen.

In Calvi gibt es gleich mehrere Bouldermöglichkeiten. Da wäre zum einen der markante Felsblock auf der Landzunge nordwestlich der Zitadelle von Calvi, der zwar nur einige wenige Linien bietet, aber als Fotomotiv absolut punkten kann. Weiters gibt’s entlang der Felsküste immer wieder Blöcke verschiedenster Größe und Form, welche die eine oder andere schöne Linie hergeben, aber leider ähnlich wie Lumio sehr grobkörnig sind. Die eigentlichen, im Führer beschriebenen Boulderspots befinden sich rund um die Kapelle Notre Dame de la Serra auf einem Hügel oberhalb von Calvi. Unzählige, teils bis über 5m hohe Blöcke und kleine Wände ragen hier in bizarren Formen aus der Macchialandschaft. In Corsica bloc werden dort sechs kleinere Spots beschrieben, die gut mit dem Auto bzw. nach kurzem Fußmarsch zu erreichen sind.

Wir haben den Sektor „Grotte Du Chasseur“ angetestet. Vorweg: Lange Hosen sind hier nicht nur fürs Klettern, sondern auch für den Zustieg absolut von Vorteil. Das Plateau mit den Granitblöcken erreicht man nämlich nur über einen engen Pfad, der durch dichtes kratziges Macchiagestrüpp führt. In diesem Sektor überwiegt eindeutig die senkrechte bis leicht überhängende Kletterei an kleinen Leisten und größeren Kristallen, welche hier aus der ohnehin extrem groben Struktur des Felsens herausragen. Wir hatten teils Schwierigkeiten, die Linien zu finden zumal hier auch die Beschreibungen in "Corsica bloc" sehr spärlich ausgefallen und die Boulder auch nicht markiert sind. Ob der im Führer eingezeichnete Plattenboulder nun einen Meter weiter links oder rechts verläuft ist oft unmöglich zu sagen, aber eigentlich auch egal. 

Da die Dämmerung schon langsam einsetzte und wir uns nach einem entspannten Strandtag mit vom Schnorcheln durchgeweichten Händen nicht für diese Art der Kletterei begeistern konnten, machten wir nur einige halbherzige Versuche und ließen trotzdem ordentlich Haut zurück -leider haben wir wohl in der Gebietsbeschreibung die Textzeile „it’s better to climb here during the winter“ überlesen.

calvi_lolloFazit: Wem die Plattenkletterei liegt und wer den groben Granit nicht scheut, der fühlt sich in „Grotte Du Chasseur“ sicher wohl und findet mit „Nosferatu 7b“ einen absoluten Klassiker. Und wer kurze Fußmärsche nicht scheut dem bieten die Hügel über Calvi auch noch ausreichend Erschließungspotential. Dem Rest beschert es wohl eher aufgescheuerte Knie und wunde Händen, denn der Fels ist hier wirklich richtig rau und ein Abrutschen absolut unratsam.

Laut "Corsica bloc" bieten die restlichen Sektoren teilweise eine etwas andere Kletterei an von Wind und Wetter geformten Blöcken, die Plattenkletterei überwiegt allerdings auch dort. Für Calvi ist der Führer nicht unbedingt erforderlich. Die Kapelle ist von weitem sichtbar und als touristisches Ziel gut ausgeschildert. Auch kann man die einzelnen Felsformationen schon von weitem bzw. zum Teil auch von der Zufahrtsstraße aus sehen. Übrigens unterscheiden sich die im Führer beschriebenen Spots oft kaum von den restlichen umliegenden Gesteinsanhäufungen, die es nicht in den Führer geschafft haben.

Tip:

-Wer mit dem Zelt unterwegs ist und es nachts gern etwas ruhiger hat, der sollte die strandnahen Campingplätze in Calvi meiden. Dort gibt’s am Wochenende nämlich die geballte Ladung Unterhaltungsprogramm inklusive Open Air Disco bis in die frühen Morgenstunden. Weiter im Landesinneren hat man zumindest mit Oropax eine reale Chance auf eine einigermaßen ungestörte Nachtruhe.

-Lumio liegt gerade mal 10 Autominuten entfernt auf der anderen Seite der Bucht.

 

Restonica

restonica_grotelleDie Restonicaschlucht zieht sich von Corte auf über 15 km in Richtung Westen und kann durchaus als spektakulär bezeichnet werden. In das hochalpine Tal hat sich der Fluss tief eingegraben, fließt jetzt aber nur mehr gemächlich dahin, bildet immer wieder schöne Badebecken und ist deshalb sehr beliebt bei Wanderern und Wochenendausflüglern. Das Tal ist über eine schmale, z.T. einspurige Straße ohne Randbewehrung und mit teils prekären Aussichten in den Abgrund befahrbar. Von Mitte Juli bis Mitte August ist diese Straße generell für den Privatverkehr gesperrt, dann verkehrt aber ein Shuttle-Bus.

Corse en Block beschreibt im Restonicatal acht einzelne Sektoren unterschiedlicher Größe (9 bis 29 Böcke) die über die gesamte Schlucht verteilt sind. Aufgrund der alpinen Lage werden die hinteren Sektoren als absolute Sommergebiete gehandelt.

 

Jé & Mathieu

restonica_gumpenEigentlich wollten wir in den Sektor „Francois“, der uns vom Führer her wegen seiner großen Anzahl an Boulderproblemen am lohnendsten schien, aber dann zeigte sich, dass dieser an einem Hang oberhalb der Straße ungeschützt in der prallen Sonne liegt. Deshalb fuhren wir weiter zum Sektor „Jé & Mathieu“. Der befindet sich in einem flachen Waldstück und hat sogar einen eigenen Parkplatz, in Restonica sonst absolute Mangelware. Von dort sind es nur wenige Meter zu Fuß zu den ersten Blöcken. Die liegen im schattigen Kiefernwald am Restonica Fluss, der hier mehrere Badegumpen bildet - allerdings ist das Wasser hier im Gebirge etwas kalt.

Auch hier gibt’s Granit, was sonst, nur ist er hier viel feinkörniger und bei weitem nicht so scharf wie an der Küste, ja teilweise sogar richtig glatt und wohl vom Bach abgeschliffen. Hier gibt’s Leisten und vor allem viele Sloper, Olivier Broussouloux spricht von einer „pressigen“ Kletterei und damit hat er wohl recht. Leider bleibt es in diesem Sektor bei einigen netten Linien im 7er Bereich gleich am ersten Block, die übrigen Boulder können nicht wirklich mithalten, vor allem die leichteren Linien entpuppen sich als 2-3 Zug Probleme, die uns nicht wirklich motivieren können.

restonica_kanteFazit: „Jé & Mathieu ist ein kleiner Spot mit guter Felsqualität in schönem Ambiente, besonders an sommerlichen Tagen ideal für einen chilligen Bouldernachmittag inklusive Badespaß und auch gut für Familien geeignet. Ambitioniertere Boulderer werden aber wohl schnell zum nächsten Spot weiterwechseln.

Auf zebloc.com gibts dazu ein kleines Topo.

 

 

Tuani

tuani_zustiegSektor Tuani liegt nahe dem Camping Tuani auf der gegenüberliegenden Talseite, Ausgangspunkt ist die kleine Parkbucht gegenüber der Einfahrt. Gleich vorweg: Sektor Tuani bereitete uns wenig Freude. Wir kämpften uns durch Macchia und anderes Gestrüpp und lernten dabei, dass Brombeeren wirklich lecker schmecken, aber verdammt schmerzhafte Dornen haben. Auf Block 9 sahen wir einige schöne Linien an Leisten und Slopern, allerdings lagen die in der prallen Sonne. Auch für die durchaus interessanten Leistenprobleme im Schatten am nächsten Block war es dann eindeutig zu warm. Um zumindest einen Überblick zu erhalten, versuchten wir die nächsten Blöcke zu erreichen, mussten das Unternehmen aber abbrechen, da es kaum ein Durchkommen gab. Zerkratzt und die Nase gestrichen voll von mediterraner Flora traten wir den Rückzug an und entschieden uns für einen weiteren Tag am Strand.

Leider haben wir keine guten Erfahrungen mit diesem Sektor gemacht, auch wenn die Felsqualität und die Linien vielversprechend aussahen. Wer hier vorbeischauen möchte, sollte das lieber im Spätherbst oder Frühling machen, wenn die Vegetation nicht mehr ganz so undurchdringbar und die Luft etwas kühler ist.

Info:

k800_restonica camping boulder lissi-Am hintersten Ende des Tales befindet sich der Sektor Grottelle, ein Felssturz mit zum Teil haushohen Blöcken, in welchem die ersten Linien erst vor kurzem erschlossen wurden. Wer hier bouldert, braucht wohl mehr als nur ein Crashpad! Dafür dürfte dieser Sektor auch im Sommer ganz akzeptabel sein. Grotelle ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und der Parkplatz deshalb gebührenpflichtig (5€).

-Der Camping Tuani ist wohl die erste Adresse direkt im Tal (weitere Plätze gibt’s am Taleingang in und um Corte). Er ist wirklich schön gelegen, dafür fanden wir die sanitären Anlagen echt versifft und eklig und die Preise nicht angemessen – kurzum nicht zu empfehlen.

-Corte direkt am Talausgang gelegen ist die heimlich Hauptstadt Korsikas und auch einzige Universitätsstadt und bietet alle Annehmlichkeiten einer Kleinstadt so auch Supermarkets und Unterkünfte.

Tip:

-Das Restonica Tal ist von Calvi , Porto und Ajaccio aus in 1-1,5 Stunden erreichbar (je nach Verkehrslagen und Saison), und somit auch als Tagesausflug machbar.

 

Valdu di Saltu

zustieg-valdi_di_saltuValdu di Saltu bei Petreto Bicchisano auf halbem Weg von Ajaccio nach Propriano ist der Magic Wood von Korsika. Ok, der Vergleich hinkt vielleicht etwas, aber Valdu di Saltu ist bestimmt einer der besseren Spots der Insel, was die Anzahl der Blöcke (93!) und die Qualität von Fels und Linien betrifft. Wenn nur die verdammte Anfahrt nicht wäre! Die Zufahrt beginnt zunächst recht unspektakulär über eine asphaltierte Straße, zweigt dann aber schnell in einen unbefestigten, sehr ausgewaschenen Holperweg ab, über welchen man sich lange 2 km kämpfen muss. Mit Geländewagen null Problem, mit altem PKW bedingt machbar, mit Neuwagen nicht unbedingt zu empfehlen.

Nach einem 10 bis 20 minütigen Zustieg erreicht man das Gebiet, welches in einem lichten Wald liegt. Man trifft zunächst auf ein paar einzelne, recht unspektakuläre Blöcke, aber je tiefer man in das Blockfeld vordringt und die verschiedenen Ecken und Winkel erkundet, um so mehr offenbart sich das Potential dieses Spots. Die Blöcke liegen an einem Hang, dennoch sind die Absprünge in den meisten Fällen mehr als nur gut. Der Rückweg ist allerdings etwas mühsam, da man von oben nach unten in das Gebiet vordringt. Der Granit ist hier weit weniger scharf als z.B. an der Küste, so dass man hier durchaus zwei Bouldertage verbringen kann, und bietet alles was das Boulderherz begehrt. Alle bisherigen gekletterten Linien sind farbig markiert und in gutem Zustand, was der großenartigen Arbeit der Locals zu verdanken ist.

k800_valdu di saltuFazit: „Valdu di Saltu“ bereitete uns sehr viel Freunde und ist der beste Spot den wir besuchen konnten. Die abwechslungsreiche Kletterei, einige sehr schönen Linien und der nicht zu raue Fels (für korsische Verhältnisse) bieten beste Voraussetzungen. Alle von uns gekletterten Linien (aller colour) lagen im Bereich 5 bis ca 7a+, von denen es hier genug gibt. Bestimmt verbirgt sich hier aber noch das eine oder andere schwierige Problem. Leider mussten wir viele tolle Linie ungeklettert zurücklassen – aber wir kommen wieder!

Auf zebloc.com gibts Anfahrt und Beschreibung, allerdings nur auf französisch. Angeblich war früher ein Topo kostenlos im Tourismusbüro von Propriano erhältlich, keine Ahnung ob dies nach Erscheinen von "Corsica bloc" immer noch der Fall ist.

 

Topos & Info

corsica_bloc1„Corsica bloc“ von Olivier Broussouloux, erschienen 2010, beschreibt zehn Spots, die hauptsächlich auf der Achse Calvi – Bonifacio gelegen sind, darunter die bereits bekannten Gebiete um Calvi im Norden und an der Punta di Capineru im Süden. Neu dazu kommen die Spots im Restonica Tal bei Corte und im südlichen Hinterland von Propriano, die allerdings auch schon z.T. im Kletterführer Falaises de Corse von Bertrand Maurin und Thierry Souchard beschrieben sind.

Die Topos sind sehr einfach gehalten (keine Fototopos) aber übersichtlich gezeichnet und reichen in den meisten Fällen völlig aus, um sich zurechtzufinden. Die Beschreibung der Linien erfolgt nur auf Französisch, was dort ein Problem darstellt, wo die Linien nicht markiert sind. Die Zufahrten/Zustiege sind sehr gut auf Englisch erklärt und mit den genauen GPS Daten versehen. Zusätzlich gibt’s noch jeweils eine kurze Geschichte zu Spot und Erschließer. Abgerundet wird das ganze durch schöne Fotos, die manchmal aber mehr versprechen als der Spot halten kann. Zusätzliche Informationen und News findet ihr auf der Homepage http://corsica-bloc.fr/

Weitere Infos sowie einige Online Topos gibts bei zebloc.com

Einen Bericht übers Bouldern auf Korsika findet ihr auch bei klettern.de

Hier noch ein kleines Video von unserem Korsika Trip

Und Pics gibts wie üblich in unserer Gallery

 

Anreise

fhreKorsika erreicht man relativ günstig von verschiedenen Häfen Oberitaliens und Frankreichs aus mit den großen Autofähren von Corsicaferries oder Mobylines. Angesteuert wird hier meistens die Hauptstadt Bastia. Leider haben sich die Preise mit 2011 verdoppelt.

Mit dem Flugzeug können die internationalen Flughäfen Bastia, Calvi, Ajaccio und Figari angeflogen werden, allerdings sind die Flüge zumindest in der Hochsaison nicht gerade billig. Zudem sollte man sich vor Ort einen Wagen mieten, da man sonst die einzelnen Boulderspots nur schwer bis gar nicht erreichen kann. Die Busse auf Korsika fahren nur sehr selten und die einzige Schmalspurbahn verbindet lediglich Ajaccio mit Calvi und Bastia.

 

Unterkunft und Verpflegung

corteKorsika ist touristisch sehr gut erschlossen und bietet jede erdenkliche Art der Unterkunft, Verpflegung und touristischer Attraktionen. Dies gilt besonders für die Küstenregion und die Sommermonate. Wer sich im Landesinneren aufhält sollte sich vielleicht vorher etwas besser informieren, besonders wenn man erst im Oktober oder später anreist. Mit Ende der Touristensaison schließt nämlich auch der Großteil der Betriebe und Campingplätze. Auf geöffnete Unterkünfte kann man dann wohl nur noch in den größeren Ortschaften hoffen. Ein paar Brocken Französisch sind dann sicher auch von Vorteil.

 

 

 

Joomla templates by a4joomla